Entwicklung beginnt mit Selbstverständnis.


Menschen, Teams und Organisationen entwickeln sich nicht durch ein Konzept allein. Entwicklung beginnt damit, die eigene Situation zu verstehen, Muster zu erkennen und Klarheit darüber zu gewinnen, was sich verändern soll.
Meine Aufgabe sehe ich darin, diesen Prozess zu begleiten: mit Erfahrung, klaren Fragen und einem Blick von außen, der hilft, neue Perspektiven zu gewinnen.

Verstehen. Entwickeln. Anwenden.

Nicht als starres Modell. Sondern als Orientierung für eine Zusammenarbeit, die sich an Ihrer konkreten Situation ausrichtet.

Portrait von Heiko Jensen mit Tablet

01 — Verstehen

Am Anfang steht nicht die Lösung, sondern die Situation.

Was beschäftigt Sie wirklich? Welche Muster, Erwartungen und Rahmenbedingungen prägen die aktuelle Situation?

Erst wenn der Kontext klarer wird, lässt sich entscheiden, was tatsächlich hilfreich ist.


02 — Entwickeln

Keine Organisation und kein Mensch ist wie der andere.

Deshalb arbeite ich nicht mit fertigen Standardprogrammen, sondern entwickle passende Formate aus der jeweiligen Situation heraus – gemeinsam mit den Menschen, die davon betroffen sind.


03 — Anwenden

Erkenntnis allein verändert noch nichts.

Entscheidend ist, was daraus im Alltag entsteht: andere Gespräche, klarere Entscheidungen oder neue Formen der Zusammenarbeit.

Deshalb gehört der Transfer für mich von Anfang an zum Entwicklungsprozess.


Der Potential Compass

Orientierung für Entwicklung

In meiner Arbeit nutze ich – wenn es für die jeweilige Entwicklungsfrage sinnvoll ist – Instrumente aus dem Potential Compass.

Der Potential Compass ist ein ressourcenorientierter Ansatz zur Reflexion und Entwicklung von Menschen und Teams. Er umfasst unterschiedliche Instrumente, die jeweils einen eigenen Schwerpunkt setzen – zum Beispiel den Professional Compass für die individuelle Persönlichkeits- und Potenzialentwicklung oder den Team Compass für die Zusammenarbeit im Team.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Einordnung in Schubladen. Die Instrumente helfen vielmehr, eigene Präferenzen, Ressourcen und typische Verhaltensmuster aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten.

Dabei können unter anderem Fragen sichtbar werden wie:

  • Welche Stärken und Ressourcen bringe ich mit?
  • Welche Bedürfnisse und Präferenzen prägen mein Verhalten?
  • Wie reagiere ich unter Druck oder in Veränderungssituationen?
  • Wie wirke ich auf andere?
  • Wo können blinde Flecken oder Spannungen entstehen?
  • Was bedeutet das für meine Führung, Zusammenarbeit oder persönliche Entwicklung?

Die gewonnenen Erkenntnisse können anschließend direkt in die weitere Entwicklungsarbeit einfließen – etwa in der Führungskräfte-, Team- oder Persönlichkeitsentwicklung.

Der Potential Compass liefert keine fertigen Antworten. Er schafft eine Grundlage für bessere Fragen, mehr Selbstverständnis und bewusstere Entscheidungen.

Dabei ist der Einsatz des Potential Compass kein Pflichtprogramm und auch nicht der Ausgangspunkt jeder Zusammenarbeit. Ich setze die jeweiligen Instrumente dort ein, wo sie einen sinnvollen Beitrag zur konkreten Entwicklungsfrage leisten können.

Was meine Arbeit prägt

Menschen sind unterschiedlich. Und Situationen sind es auch. 

Meine Arbeit wird von verschiedenen Denkmodellen und Perspektiven geprägt. Sie helfen mir, Situationen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, Zusammenhänge besser zu verstehen und neue Fragen zu stellen.

Persönlichkeit verstehen – ohne Menschen auf ihre Persönlichkeit zu reduzieren

Ein wichtiger Einfluss auf meine Arbeit sind unter anderem die Gedanken von C. G. Jung sowie das Riemann-Thomann-Modell, die auch dem Potential Compass zugrunde liegen.
Mich interessiert dabei, warum Menschen dieselbe Situation unterschiedlich wahrnehmen und unterschiedlich darauf reagieren.

Warum braucht ein Mensch mehr Sicherheit, während ein anderer vor allem Freiheit und Gestaltungsspielraum sucht? Warum erlebt der eine Veränderung als Chance und der andere zunächst als Verlust oder Bedrohung?

Solche Unterschiede zu verstehen, kann helfen, sich selbst und andere besser zu verstehen.

Dabei geht es für mich jedoch um mehr als Persönlichkeit. Menschen bringen auch ihre eigenen Motive, Werte, Bedürfnisse und Erfahrungen mit. Was jemanden antreibt, was ihm wichtig ist und was er als stimmig oder problematisch empfindet, prägt sein Verhalten ebenso.

Ein Modell kann eine Perspektive eröffnen und helfen, Komplexität greifbarer zu machen. Den Menschen dahinter ersetzt es nicht.

Menschen im System betrachten

Menschen handeln nicht losgelöst von ihrem Umfeld. Führung und Zusammenarbeit werden durch Beziehungen, Rollen, Erwartungen und Strukturen beeinflusst.
Und auch durch die Kultur eines Teams oder einer Organisation: durch oft unausgesprochene Vorstellungen darüber, wie miteinander gesprochen, entschieden, geführt oder mit Konflikten umgegangen wird.

Deshalb schaue ich nicht nur auf einzelne Personen. Sondern auch auf das Umfeld, in dem sie handeln.

An vorhandenen Ressourcen anknüpfen

Entwicklung beginnt für mich nicht nur mit der Frage: 

„Was funktioniert hier nicht?“

Sondern auch mit:

„Was ist bereits vorhanden, worauf können wir aufbauen?“

Menschen, Teams und Organisationen bringen Erfahrungen, Fähigkeiten und Ressourcen mit. Diese sichtbar und nutzbar zu machen, ist für mich ein wichtiger Teil von Entwicklungsarbeit.

Modelle sind Orientierung – keine Schubladen 

Ich arbeite gerne mit Modellen. Sie können helfen, komplexe Situationen besser zu verstehen und Dinge sichtbar zu machen, die vorher vielleicht schwer greifbar waren.

Aber kein Modell beschreibt einen Menschen vollständig. Und kein Modell ersetzt den Blick auf die konkrete Situation.

Die eigentliche Entwicklungsarbeit beginnt dort, wo Menschen ihre eigene Situation reflektieren und daraus etwas für sich und ihren Alltag ableiten.

Modelle geben Orientierung. Entwicklung entsteht daraus, was Menschen damit machen.

Prozess schlägt Programm

Ein klares Ziel. Aber kein starrer Weg. 

In Entwicklungs- und Veränderungsprozessen wird unterwegs oft deutlicher, was wirklich gebraucht wird. Deshalb halte ich wenig davon, zu Beginn bereits jeden einzelnen Schritt detailliert festzuschreiben. 

Natürlich braucht eine Zusammenarbeit Klarheit:

  • Worum geht es? 
  • Was soll erreicht werden?
  • Wer ist beteiligt?
  • Und woran erkennen wir, dass wir vorangekommen sind?

Der Weg dorthin darf sich jedoch entwickeln.

Neue Erkenntnisse können dazu führen, dass sich Schwerpunkte verändern. Eine Situation kann sich verändern. Oder es wird deutlich, dass hinter einer Herausforderung noch ein anderes Thema steckt.

Deshalb gilt für mich:

Ein klares Ziel braucht nicht immer einen starren Weg. 

So entsteht Orientierung, ohne einen Entwicklungsprozess künstlich in ein vorgegebenes Schema zu pressen.

Berufliche Abgrenzung


Was ich nicht tue

Nicht jede Unterstützung passt zu meiner Art zu arbeiten.

Ich arbeite nicht mit Patentrezepten und verspreche keine Veränderung, die sich allein durch ein paar richtige Methoden einstellen wird. 

Und ich sehe meine Rolle auch nicht darin, einer Organisation von außen zu erklären, wie sie künftig funktionieren sollte.

Keine schnellen Lösungen um jeden Preis.

Manchmal braucht eine Herausforderung eine schnelle Entscheidung. Aber nicht jede Situation wird besser, wenn man möglichst schnell die erste verfügbare Maßnahme startet. Ich nehme mir lieber die Zeit, zunächst zu verstehen, worum es wirklich geht.

Keine Entwicklung zum Selbstzweck.

Ein Workshop ist für mich nicht deshalb erfolgreich, weil die Stimmung gut war oder die Teilnehmer am Ende begeistert nach Hause gehen. Das kann ein schönes Ergebnis sein. Entscheidend ist jedoch, ob daraus etwas entsteht, das im Alltag weiterwirkt.

Kein Beraterwissen von oben herab.

Ich bringe Erfahrung, Perspektiven und manchmal auch unbequeme Fragen mit. Die Menschen innerhalb einer Organisation kennen ihre Realität jedoch besser als ich. Gute Entwicklungsarbeit entsteht deshalb für mich im Zusammenspiel beider Perspektiven.

Ich bringe nicht die Wahrheit mit. Aber vielleicht einen Blickwinkel, der bisher noch nicht im Raum war.

Orientierung an professionellen Grundsätzen

Professionelle Zusammenarbeit braucht klare Grundsätze.

Wenn es um Führung, persönliche Entwicklung und Veränderung geht, ist Vertrauen eine wichtige Grundlage. Deshalb gehören für mich fachliche Kompetenz und Erfahrung genauso zu professioneller Arbeit wie ein klarer Rahmen. Meine Arbeit orientiert sich an den berufsethischen Grundsätzen des Forum Werteorientierung in der Weiterbildung e. V..

Dazu gehören für mich insbesondere:

  • ein vertraulicher Umgang mit Informationen,
  • Transparenz über Rolle und Auftrag,
  • ein respektvoller und wertschätzender Umgang mit allen Beteiligten,
  • Klarheit über Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit,
  • und ein verantwortungsvoller Umgang mit meiner eigenen Rolle.

Gerade bei Entwicklungsprozessen, in denen persönliche Themen, unterschiedliche Interessen und manchmal auch sensible Situationen eine Rolle spielen, sind diese Grundsätze für mich keine Formalität. Sie sind Teil einer professionellen Zusammenarbeit.